Meine Eltern:
Großeltern väterlicherseits:
Großeltern mütterlicherseits:
Eigentlich heißt meine Oma nicht Lidia (rus. Лидиа), sondern Lina (rus. Лина), genauso wie mein Opa mütterlicherseits Yurij (rus. Юрий) und nicht Georgij (rus. Георгий) heißt. Es waren falsche Eintragungen in ihren Geburtsurkunden, die sich auch in den Pässen niederschlugen.
Die Eltern meines Großvaters mütterlicherseits:
Die Eltern meiner Großmutter mütterlicherseits:
Die Eltern meines Großvaters väterlicherseits:
Die Eltern meiner Großmutter väterlicherseits:
Die Eltern meiner Urgroßmutter Anna Andréjewna Solomónowa:
Was bedeuten die Nachnamen meiner Vorfahren?
Georgij Aleksándrovitch Hátchik (russisch Георгий Александрович Хачик, *29. März 1941 in Usbekistan; † 15. März 2015 in Asow, Oblast Rostow, Russland; begraben in Харьковский, Азовский район) ist mein Opa mütterlicherseits. Ich nenne ihn Opa Yura.
Lidia Michájlowna Nazarénko (russisch Лидиа Михайловна Назаренко, *5. Februar 1949 in der Ukraine; † 26. März 2023 in Asow, Oblast Rostow, Russland; begraben in Харьковский, Азовский район). Ich nenne sie Oma Lina.
Meine Oma, Lina, mütterlicherseits in jungen Jahren
Oma Lina hatte einen Bruder (Onkel meiner Mutter): Anatólij Michájlowitsch Nazarénko (russisch Анатолий Михайлович Назаренко, *21. September 1943 (?) in der Ukraine; † 20. Februar 1980 (?) in der Ukraine). Und sie hatte eine Schwester Aleksandra Michájlowna Nazárenko (russisch Александра Михайловна Назаренко, *1950 (?) in der Ukraine; † 1970 (?) in der Ukraine bei einem Zugunglück).
Die Mutter von Lina, also Анна Терентьевна Назаренко (Anna), hatte viele Geschwister gehabt (wahrscheinlich um die 12) und sie war bis zum Lebensende mit Михаил Андреевич Назаренко (Michail) verheiratet.
Oma Lina hat ihren Mann, meinen Großvater, Георгий Александрович Хачик (Yura), in der Ukraine in einem Café kennengelernt. Mein Großvater ist wie sie auch ein gelernter Tierarzt.
Oma Lina wollte eigentlich Ärztin werden, allerdings hat es wegen der Missgunst gegenüber den Ukrainern bei den Prüfungen, nicht geklappt. Stattdessen wurde sie Tierärztin. In Usbekistan hatte sie zwar mit ihrem Mann (Opa Yura), Vieh gehalten, aber bei einem Bauunternehmen gearbeitet.
Oma Lina hat mit ihrem Mann und Tochter (meine Mutter) mehrmals in der Ukraine besucht und da wurde sie auch in Charkow getauft. Sie sind von Usbekistan sogar einmal mit dem Auto in die Ukraine gefahren.
Georgij Aleksándrowitch Fufáev (russisch Георгий Александрович Фуфаев, *12. Juli 1950 in Minsk, Stalinskij rajon, Belarus; † Februar 2023 in Asow, Oblast Rostow, Russland) ist mein Opa väterlicherseits. Ich nenne ihn, seit ich klein bin (weil ich seinen Namen nicht aussprechen konnte), einfach Gogi.
Mein Großvater Georgi (Gogi) väterlicherseits. Das war irgendwann vor meiner geburt.
Opa Gogi ist mit ca. 12 Jahren von Belarus nach Usbekistan gekommen. Er und Oma Galja (seine zukünftige Frau) lebten und spielten auf dem gleichen Hof, haben sich später verliebt und geheiratet.
Galina Wasíljewna Margunóva (russisch Галина Васильевна Маргунова, *20. Februar 1949 in Usbekistan) ist meine Oma väterlicherseits. Ich nenne sie Galja.
Meine Oma Galja hat nach der Schule Chemie studiert und dann als Chemikerin gearbeitet (1980er)
In der Sowjetunion, zu der Zeit der Regierung von Stalin, wuchs Ewdokija, die Mutter von Oma Galja, in einem Waisenhaus, denn ihre Eltern wurden als Feinde der Nation umgebracht.
Galjas Mutter, Ewdokija (Евдокия Кармишина), wurde von Saratow nach Usbekistan evakuiert. Ihr Vater Wasilij (Василий Маргунов) kam von der Front, hat sie geheiratet und dann ist Oma Galja geboren. Ihre Eltern haben sich geschieden als Oma Galja ungefähr in der 1. Klasse war.
Meine Oma Galja in der letzten, zehnten Klasse. Sie muss 16 Jahre alt gewesen sein. (1965)
Galja viele Jahre später ... als meine Oma, 68 Jahre alt. (2017)
Dmitrij Geórgiewitsch Fufáev (russisch Дмитрий Георгиевич Фуфаев, * 28. Juli 1970 in Kattakurgan, Usbekistan) ist mein Vater. Er ist der Sohn von Galina Wasíljewna Margunóva (russisch Галина Васильевна Маргунова, *20. Februar 1949 in Usbekistan) und Georgij Aleksándrowitch Fufáev (russisch Георгий Александрович Фуфаев, *12. Juli 1950 in Minsk, Stalinskij rajon, Belarus; † Februar 2023 in Asow, Oblast Rostow, Russland).
Dima und seine Mutter Galja (ganz links, Usbekistan, 70er).
"Ohne den Zerfall der Sowjetunion wäre ich nicht nach Russland aus Usbekistan ausgewandert worden. Samarkand ist eine schöne Stadt. Du musst dir vorstellen jetzt wo ich wohne in Rossdorf am Dorn die Stadt ist gerade mal 300 Jahre alt. Moskau ist so um die 900 Jahre alt. Und Samarkand ist über 2500 Jahre alt. Die Geschichte der Stadt ist spürbar bei jedem Schritt. Unbeschreiblich leckeres süßes Obst und Gemüse, das saubere Wasser aus den Bergen. wenn du irgendwann die Möglichkeit hast Samarksnd zu besuchen, dann mach das" - sagt mein Vater auf russisch (12. Juli 2025)
wir haben ganzen Tag draußen gespielt.
"Dima, Sascha, Serjoscha", ruft Galja ihren Sohn und seine Freunde, "kommt essen"
"wir kommen gleich wir wollen noch ein bisschen spielen Mama"
Dima liebte den Saft der Granatapfel, die ihm seiner Großmutter, die Mutter von Galja, frisch gepresst hat. die Kerne sollte man natürlich mitessen denn wie die Legende besagt: sie enthalten das Glück.
Dima hatte mal einen Aquarium, um den sich aber ehe seine Mutter gekümmert hat. Dann hatte er einen kleinen Hund, der zu Hause einen haufen hinterlassen hat als Dima mit seinen Eltern vom Kino kamen. da hat dann Galja mit ihm ganz doll geschimpft. Der Hund wurde dann später abgegeben.
Tauben hatte Dima auch mal. er hat sie mit seinem Freund Ajdér, der ebenfalls am Hof lebte, gezüchtet.
Das Einkommen in Usbekistan War um die 120-150 Rubel im monat. ein Eis hat zehn Kopejek gekostet. ein Glas sprudelwasser hat eine Kopejka gekostet. ein Kinobesuch hat 25 Kopejek gekostet. Ein großes Laib brot 20 Kopejek. eine Schachtel Streichhölzer eine Kopejka. einmal hatte seine mutter ihm einen ganzen Rubel gegeben. Dima wusste nicht, was er mit so viel Geld anfangen sollte. Das war wohl ein ganz besonderes Ereignis, denn dima erinnert sich noch im jahr 2025 noch daran.
Dima, inzwischen zu einem schlanken, einen Meter großen jungen Mann mit kurzen, lockigen, schwarzen Haaren herangewachsen, studierte Anglistik in Samarkand und war nicht nur fasziniert von der englischen Sprache, sondern hegte auch eine besondere Begeisterung für Neuseeland, wohin er eines Tages auswandern wollte.
Mein Vater mit seinen Kommilitoninnen in Usbekistan
An einem sonnigen Septembertag, während Dima auf dem Heimweg von der Universität war, erweckte eine junge Frau in einem silbernen Kleid seine Aufmerksamkeit. Unauffällig folgte er ihr, um herauszufinden, woher sie kam. Er schaffte es, einen flüchtigen Blick auf ihr hübsches Gesicht zu erhaschen, das teilweise von ihren dunklen, im Wind flatternden Haaren verdeckt wurde.
Als sie schließlich ein Haus betrag, das nicht weit von Dimas Wohnung entfernt lag, überkam ihn Freude. Fast nebenbei musterte Dima die Schilder an der Eingangstür und entdeckte ihren Namen: (privat). Das ist meine Mama.
Meine Mama war die Tochter von Lidia Nazárenko (Oma Lina) und Georgij Hátchik (Opa Yura).
Meine Mutter lebte zu dieser Zeit bei einer älteren Frau, die bereits gebrechlich war und auf die Hilfe anderer angewiesen war. Sie kümmerte sich um sie. Die Wohnung, in der sie zu zweit wohnten, war recht klein, aber das störte sie nicht, denn ihre Priorität lag darauf, an der Universität Germanistik zu studieren - und diese Wohnung lag in der Nähe der Universität. Sie nahm sogar in Kauf, ganze achtzig Kilometer nach Kattakurgan (rus. Каттакурган) zu reisen, um ihre Eltern Lina und Yura sowie ihren zwei Jahre jüngeren Bruder Aleksandr (Onkel Sascha) zu besuchen.
Am ersten Tag des zweiten Semesters erhielt Oxana eine Einladung zu einer Studentenfeier. Anfangs zögerte sie, hinzugehen, da sie aufgrund ihrer Uni-Aufgaben kaum Zeit hatte. Doch ihre Freundin, die ebenfalls Germanistik studierte, überzeugte sie schließlich, zumindest kurz vorbeizuschauen.
Auch Dima war auf dieser Feier anwesend. Er war äußerst überrascht, als er die junge Frau wiedererkannte, der er kürzlich im Park begegnet war und die ihn so fasziniert hatte.
Dima war nicht gerade schüchtern, doch die schöne Frau anzusprechen, die er so unerwartet auf dieser Feier wiedersah, fiel ihm zunächst schwer. Nachdem er sich mit Wein etwas Mut angetrunken hatte, fasste er endlich den Entschluss, meine Mutter zum Tanz anzufordern.
Dieser Tanz zwischen meiner Mutter und meinem Vater sollte zehn Jahre andauern.
Dima mit seiner Mutter viele Jahre später. (Russland, 2013).
(privat) Geórgiewna Hátchik (russisch Георгиевна Хачик, * geboren in Kattakurgan, Usbekistan;) ist meine Mutter. Sie ist die Tochter von Lidia Michájlowna Nazarénko (russisch Лидиа Михайловна Назаренко, *5. Februar 1949 in der Ukraine; † 26. März 2023 in Asow, Oblast Rostow, Russland; begraben in Харьковский, Азовский район) und von Georgij Aleksándrovitch Hátchik (russisch Георгий Александрович Хачик, *29. März 1941 in Usbekistan; † 15. März 2015 in Asow, Oblast Rostow, Russland; begraben in Харьковский, Азовский район).
Meine Mutter hat einen Bruder Aleksandr Geórgiewitsch Hátchik (russisch Александр Георгиевич Хачик, * 19. August 1974 in Kattakurgan, Usbekistan) und eine Halbschwester aus der vorherigen Ehe ihres Vaters.
Meine Mama war 18 Jahre alt, als sie eines Tages mit Dima schwimmen gehen wollte. Doch sie hat ihr Bikini vergessen... Als sie ihr Bikini von zu Hause geholt hat, wollte ihr Vater Yura sie mit dem Auto zurückbringen. Doch auf dem Weg passierte ein schwerer Unfall mit einem Traktor. Das Auto wurde mehrmals überschlagen.
Meine Mutter war bewusstlos. Ihr Vater weinte stark.
Sie wurde im Krankenhaus am Hinterkopf operiert und erlebte dabei eine Nahtoderfahrung, bei der sie ihren Körper von oben sah. Nachdem sie aus dem Krankenhaus entlassen war, sah sie mehrere Wochen lang eine Aura um den Körper der Menschen herum. Alle sagten, dass das nur eine Einbildung ist und wahrscheinlich nur die Folge des Unfalls war.
Als sie im Krankenhaus war, hat Dima sie mit seinen Eltern besucht und Blumen mitgebracht. Auch Andrej, ein anderer Liebesanwärter, hat ihr die Blumen mitgebracht.
Am Ende entschied sich aber Mama für meinen Vater, Dima.