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Pilgern: Beten mit Füßen

Barfuß über die Schottersteine

Seit meinem Umzug nach Deutschland im Alter von zwölf Jahren zog ich es vor, zu Hause am Computer zu spielen. Draußen zu sein war eigentlich nie mein Ding – und schon gar nicht, zu Fuß unterwegs zu sein.

Zum ersten Mal habe ich von meiner Ex-Freundin von Barfußschuhen gehört. Sie erzählte, dass ihre Füße Muskelkater bekommen hätten, nachdem sie sie zum ersten Mal getragen hatte. Barfußschuhe waren damals nicht mein Fall – obwohl ich sie noch nie selbst getragen hatte.

Doch bald sollte sich das ändern...

Nachdem meine Beziehung zerbrochen war und ich 2022 in eine WG gezogen bin, begann das Draußensein eine größere Rolle in meinem Leben zu spielen. Ich ging gern nach draußen und verbrachte Zeit unter Menschen, zum Beispiel in Cafés.

Im September 2023 beschloss ich dann, komplett auf Barfußschuhe umzusteigen. Ich hatte sie ausprobiert, und ihre Leichtigkeit, Kompaktheit sowie das passive Training der Fußmuskulatur gefielen mir so gut, dass ich all meine normalen Schuhe aussortierte. Doch dabei sollte es nicht bleiben...

Eines Tages stieß ich auf den Film The Earthing, und er veränderte meine Einstellung zum Barfußsein komplett. Von nun an begann ich sogar, die Barfußschuhe auszuziehen und wirklich barfuß unterwegs zu sein. Ich begann langsam, denn es kostet schließlich nicht nur Überwindung, nicht auf etwas Spitzes wie eine Glasscherbe zu treten, sondern auch die Blicke der Menschen auszuhalten. Im September 2023 spazierte ich zum ersten Mal barfuß durch das Dorf, später traute ich mich, dort einkaufen zu gehen, und schließlich auch im Supermarkt in der Stadt. Nach einer längeren Pause überwand ich mich im Mai 2024 zum ersten Mal, barfuß durch die Innenstadt Hannovers zu laufen. Schon bald folgten weitere erste Male: im Zug und Bus, an der Universität, beim Ansprechen einer schönen Frau, beim Retten von Stadttauben, im Wald, im Kino und sogar barfuß bei einer Wohnungsbesichtigung – die Wohnung bekam ich sogar!

Ich war allerdings viel mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs. Das Zu-Fuß-Gehen diente eher dazu, von einem Verkehrsmittel zum nächsten zu gelangen.

Im Februar 2025 änderte sich meine Art der Fortbewegung, denn ich kaufte meiner Schwester ihr Fahrrad ab. Es begann eine Zeit, in der ich fast nur noch mit dem Fahrrad unterwegs war – bis ich am 26. April 2025 einen Unfall hatte, bei dem das Fahrrad unbrauchbar wurde und ich im Krankenhaus landete. Seit diesem Tag änderte sich einiges. Eine dieser Veränderungen war, dass ich nun wieder häufiger mit dem ÖPNV unterwegs war, allerdings auch deutlich mehr zu Fuß. Für kürzere Strecken unter zwei Kilometern nahm ich in der Regel keinen Bus mehr. Fahrrad-Ausflug nach HildesheimFoto vom 5.03.2025

Das Fahrrad ließ ich bis jetzt nicht reparieren. Was auch gut war, denn im Juni 2025 entdeckte ich endlich das Pilgern! Nachdem ich mein Deutschlandticket gekündigt hatte (um Geld zu sparen), war ich nun hauptsächlich zu Fuß unterwegs. So lege ich täglich die Strecke von zu Hause bis zum Campus oder in die Innenstadt zurück – insgesamt etwa 12 km. Und was soll ich sagen? Es tut gut. Hier sind die konkreten Gründe:

  1. Gott hat dir zwei Beine gegeben, und wenn du sie einsetzt, erfährst du körperliche und geistige Heilung.
  2. Du wirst morgens wach (statt Kaffee zu trinken).
  3. Du lässt den Tag am Abend besser sacken, wenn du nach Hause gehst.
  4. Unterwegs bekommst du unzählige neue Ideen und sogar Eingebungen für das, womit du dich gerade beschäftigst.
  5. Du lernst, geduldig zu sein, denn zu Fuß von A nach B zu gehen ist langsamer als mit den öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Fahrrad. Du wirst lernen, die Langsamkeit zu genießen, und wirst wahrscheinlich – so wie ich – anfangen, die Fahrradraser und die hektisch lebenden Menschen zu belächeln.
  6. Du entkoppelst dich mehr von materiellen Dingen: keine Fahrtkosten, keine Reparaturen, Verkauf, Transport, Versicherungen etc. Das führt dazu, dass du unabhängiger vom Geldbesitz wirst.
  7. Wenn du weder ein Fahrrad noch den Bus brauchst, um von A nach B zu kommen, bist du natürlich am nachhaltigsten unterwegs.

Worauf wartest du noch?
Zieh deine Schuhe aus und geh los! Pilgern im Alltag


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Habe ich dich inspiriert? Ich würde mich sehr über eine kleine Spende (5-10 Euro) für meinen Lebensunterhalt freuen. Ich danke dir! ❤ Wenn du Fragen oder Feedback hast, schreib mir gern eine E-Mail an mein@gottespfad.de


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